Schule sind wir! - Partizipation fördern an der James-Krüss-Schule
KooperationspartnerInnen
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Partizipation fördern mit dem Schülerparlament
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Konzept
Das Schülerparlament besteht aus den Klassensprecherinnen und Klassensprechern der 4.-6. Klassen und trifft sich regelmäßig alle zwei Wochen für zwei Schul- stunden nach Unterrichtsende. Es wird von einer Mitarbeiterin der Schulstation und einer Lehrerin betreut. In der Entwicklungsphase bis Sommer 2010 wird das Schüler- parlament zudem intensiv durch eine Partizipationsexpertin des Moabiter Ratschlag e.V. im Rahmen des Projekts 'Schule sind wir! – Partizipation fördern an der James-Krüss-Schule' begleitet. Finanziell abgesichert wird dieses Projekt über das Programm Soziale Stadt.
Das Parlament hat für seine Treffen einen festen Raum und einen eigenen Schrank. Es ist mit einem mit eigenen Arbeitsmaterialien ausgestattet.
In den Treffen des Parlaments werden Themen besprochen, die entweder von den Klassen als schulweit wichtig erachtet werden oder die von Seiten der begleitenden Pädagogen/innen (Schule und Schulsozialarbeit) eingebracht werden. Entwickelt sich aus einem Thema eine 'Projektidee', wird diese vom Parlament weiter bearbeitet und umgesetzt. Je nach Bedarf, muss für die Projektumsetzung externe Unterstützung (z.B. Eltern, Vereine, Künstler/innen oder Beteili-gungsexperten/innen) gewonnen werden.
Die gewählten Klassensprecher/innen werden für die Arbeit im Schülerparlament qualifiziert.
Ziele der Projektarbeit mit dem Schülerparlament
· Mit dem Schülerparlament entwickelt die Schule eine feste Mitbestimmungsstruktur, die Schülerinnen und Schülern der 4. bis 6. Klassen eine Ort bietet, an dem sie die für sie wichtigen schulweiten Themen besprechen können. Das Schülerparlament wird mit dem Klassenrat vernetzt, der an der Schule mit dem Schuljahr 2009/10 eingeführt wird.
· Über das Schülerparlament wird ein klarer Kommunikationsweg zur Schulleitung und zum Kollegium sichergestellt. Das Parlament stärkt damit die Position der Schülerinnen und Schülern im hierarchiegeprägten Schulgefüge, weil sie als Gruppe agieren können.
· Das Schülerparlament kann und soll eigene Projekte initiieren und umsetzen, so dass die Arbeit nicht nur auf der kommunikativen Ebene verläuft, sondern auch sinnlich erfahrbare 'Spuren' in der Schule hinterlässt.
· Das Schülerparlament wirkt mit seiner Arbeit in den Stadtteil hinein, indem z.B. bei Projekt-ideen mit Kooperationspartnern wie z.B. dem Quartiersmanagement zusammengearbeitet wird. Die Kinder lernen darüber auch Mitwirkungsmöglichkeiten im Stadtteil kennen.
· Mit der Arbeit im Schülerparlament erwerben und vertiefen die Klassensprecher/innen und Schulsprecher/innen ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu demokratischen Aushandlungs-prozessen, in der Teamarbeit und in der Projektentwicklung und Projektdurchführung.
· Die Arbeit im Schülerparlament stärkt das Selbstbewusstsein und die Konfliktfähigkeit, weil die Schüler/innen von der Schulleitung als 'Gesprächspartner auf Augenhöhe' behandelt werden. Sie werden mit ihren Themen ernst genommen, müssen sich aber gleichzeitig durch ihre Arbeit auch als ernst zu nehmender Handlungspartner erweisen.
Arbeitsschritte und Aktionen 2009
Das Toilettenprojekt
Seit Beginn 2009 arbeitet das Schülerparlament an einem Projekt zur Gestaltung der Toiletten, da eine zunehmende Beschmierung der Toiletten zu beobachten ist und sich Kinder zudem vor der Benutzung der Toiletten ekeln (Gestank etc.). In einem ersten Schritt haben die Kinder des Schülerparlaments gemeinsam Regeln für die Toilettenbenutzung erarbeitet, diese in allen Klassen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Zum Abschluss haben alle Kinder der Klassen die Regeln als eine Art Vertrag unterschrieben. Als Ergebnis ist zumindest zu beobachten, dass sich die Beschmierungen nicht mehr gesteigert haben.
Gleichzeitig entwickelte das Schülerparlament die Idee, die Toiletten schöner zu gestalten und dadurch die Kinder von Beschmierungen abzuhalten. Sie führten einen Malwettbewerb in allen Klassen durch und wählten verschiedene Motivthemen für die Umsetzung aus. Für die Umsetzung stellte das Schülerparlament einen Antrag beim Aktionsfond des Quartiers-management Moabit-West und vier Schülerinnen stellten das Projekt bei der Jury vor. Die Umsetzung wurde mit knapp 1.000,- € gefördert – der vollen Antragshöhe. Für die künstlerische Umsetzung zusammen mit Kindern aus allen Klassen konnte die VIP-Lounge aus Moabit als Kooperationspartnerin gewonnen werden, die aus den Ideen der Kinder Schablonen entwickelte und von November 2009 bis Januar 2010 mit insgesamt 50 Kindern 140 qm Fläche gestaltete. Hausmeisterteam und Eltern halfen bei der Vorbereitung bzw. Versiegelung der Flächen. Am 13.1.10 wurde als Abschluss mit Pressebeteiligung eine Toilettenfeier durchgeführt. Im Downloadbereich dieser Seite kann der Abschlussbericht heruntergeladen werden.
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Klassensprecher- und Schulsprecherwahl im Schuljahr 2009/10
Die Mitarbeiterin des Projekts 'Schule sind Wir!' führte in allen 4.-6. Klassen zwei Einheiten mit je einer Schulstunde durch. In der ersten Einheit wurden die Aufgaben von Klassensprechern und damit zusammenhängend die Frage 'Was muss man als Klassensprecher/in besonders gut können?' thematisiert. Im Zentrum stand dabei ein vom Moabiter Ratschlag entwickeltes Klassensprecher-Quiz, das auf Anfrage auch gerne weiter gegeben wird. Als Ergebnis bekam jede Klasse ein Erinnerungsplakat, das zusammenfasste, welche Fähigkeiten für den Klassensprecherjob besonders wichtig sind. Anhand dieses Plakates wurden in der zweiten Einheit zur Klassensprecherwahl die Kandidaten vorgeschlagen, diskutiert und gewählt.
Das Schülerparlament
Im letzten Drittel des Schuljahres 2008/09 wurde das Schülerparlament vom Moabiter Ratschlag begleitet und bearbeitete das Toilettenprojekt. Mit Beginn des neuen Schuljahres übernahm die Schulstation der Schule (von SOS Kinderdorf Moabit) die Mitverantwortung der Begleitung. Hauptthema blieb bis Januar 2010 weiter das Toilettenprojekt. Daneben wurden Regeln und Verantwortlichkeiten für das Schülerparlament erarbeitet, die sich an denen orientieren, die im Klassenrat der 5. und 6. Klasse gelten.
Zur Qualifizierung und Erarbeitung weiterer Themen fuhren die Kinder und die Begleiterinnen im Januar 2010 zu einem Seminarwochenende in die Jugendbildungsstätte Kurt-Löwenstein-Haus. Zukünftig will sich das Schülerparlament z.B. mit der neugebauten Cafeteria beschäftigen.
Gefördert im Rahmen des QM Moabit West aus Mitteln des Programms Soziale Stadt (EU, Bund und Land Berlin).
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Anschrift
Moabiter Ratschlag e.V.
Koordinierungsstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Mitte
Reinickendorfer Str. 55, 13347 Berlin
Ansprechpartner

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Katharina Homann
Tel: 390812-19 (Di)
Tel: 28384410 (Mo, Mi-Fr)
katharina.homann(at)moabiter-ratschlag.de

-
Nicola Kluftinger
Tel: 390812-18
nicola.kluftinger(at)moabiter-ratschlag.de
Downloads
Kurzbeschreibung 'Partizipation fördern mit dem Schülerparlament'
Klassensprecherquiz







